Bei den Gemeinden die Schuldenlast, bei den Reichen z.B. den Swarovski das Vermögen!
Die Tiroler Gemeinden haben sich bis 2025 um 65 Millionen Euro auf insgesamt 1,306 Milliarden Euro verschuldet. Zusätzlich kommen Verbindlichkeiten von 235,5 Millionen Euro für die Gemeindeverbände hinzu. Insgesamt beläuft sich der Schuldenberg der Tiroler Gemeinden somit auf 1,542 Milliarden Euro, für die letztendlich die Gemeindebürger:innen aufkommen müssen.
Gemeindereferent und Landeshauptmann Anton Mattle äußerte sich zu den Gemeindeschulden: „Während die Einzahlungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,81 Prozent gestiegen sind, sind die Auszahlungen der Gemeinden erstmals um fast 1,4 Prozent gesunken.“ Also: Höhere Gemeindegebühren und -abgaben und weniger Leistungen!
Parallel dazu gibt es die Summe von rund eineinhalb Milliarden Euro auch beim sogenannten Swarovski-Vermögen. Vor zehn Jahren betrug es laut „Die Presse“ 2,6 Milliarden Euro und liegt heute laut “Trend” bei 4,2 Milliarden Euro. Alleine der Gewinnzuwachs von Swarovski könnte sämtliche Tiroler Gemeinden entschulden. Das brächte der Bevölkerung deutliche Erleichterungen und die Swarovskis müssten deshalb noch lange nicht am Hungertuch nagen.
Das scheitert allerdings am Swarovski-Clan. Ihr Fokus liegt darauf, das eigene Vermögen weiter zu mehren. Dafür nehmen sie in Kauf, Arbeitsplätze massiv abzubauen. Vor zehn Jahren beschäftigte Swarovski in Tirol rund 6.600 Personen, weltweit waren es 27.000. Heute ist die Zahl der Beschäftigten in Tirol auf 2.200, also auf rund ein Drittel gesunken und auch weltweit wurde sie auf 16.000 reduziert.
Angesichts solcher Entwicklungen ist es schwer verständlich, warum sich reiche Privatpersonen weiterhin jeder Vermögenssteuer entziehen wollen. Eine Vermögensbesteuerung würde im Grunde ohnehin nur bedeuten, dass ein kleiner Teil des angesammelten Vermögens an die belastete Bevölkerung zurückgeführt wird.
