Der Kapitalismus ist super…

…zumindest für Konzerne und Aktionär:innen.

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Beispiel gefällig? Die börsennotierte OMV hat 2022 beim operativen Konzernergebnis 12,246 Mrd. Euro erreicht und somit mehr als verdoppelt. Der Nettogewinn lag mit 5,175 Mrd. Euro um 85 Prozent höher als im Jahr 2021. Die Aktionär:innen sind alles andere als traurig darüber. Sie bekommen neben der bereits beschlossenen Sonderdividende auch eine höhere reguläre Dividende von 2,80 (2,30) Euro je Aktie.

Begründet werden gestiegenen Konzernerlöse vor allem wegen der höheren Marktpreise, die um 75 Prozent auf 62,3 Mrd. Euro gestiegen sind. Natürlich ist die OMV nicht allein an der Teuerung schuld. Sie ist allerdings ein Paradebeispiel und die unter anderem von ihr abhängige Haushaltsenergie sowie Treibstoffpreise sind die enormsten Preistreiber: Gas +80,8%, Heizöl +89,7%, Benzin und Diesel +42%.

Damit ist klar, wer die Benachteiligten des herrschenden Turbokapitalismus sind – die Konsument:innen. Sie tragen diese Umsatz-, Profit- und Dividendensteigerung mit rasant steigenden Preisen mit ihrem lebenswichtigen Konsum. Für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen fehlte vielen schon vor der Teuerungswelle der dafür notwendige Zaster. Aber wenigsten können die immer reicheren Aktionär:innen den Klimawandel durch ihre Nutzung alternativer Energieträger einleiten.

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