Alles richtig gemacht?

Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Tiroler Arbeiter*innen und Angestellte haben´s nicht leicht. Nicht einmal die Hälfte aller Beschäftigten (47 Prozent) haben einen ganzjährigen Vollzeit-Arbeitsplatz. Schlimmer noch die Situation der berufstätigen Frauen. Mehr als zwei Drittel aller Frauenarbeitsplätze sind entweder nicht ganzjährig oder nur in Teilzeit und sogar beides. Diese katastrophale Arbeitsplatzsituation schlägt sich natürlich bei den Einkommen nieder.

Die Arbeiterkammer-Analyse der Lohnsteuerdaten der Statistik Austria für das Jahr 2019 verdeutlicht eindrucksvoll das daraus resultierende existenzielle Horrorszenarium Tirols Buggler*innen. So rangiert „das heilige Land“ bei mit einem Jahres-Arbeitseinkommen von 27.312 Euro (wieder einmal) unterdurchschnittlich an vorletzter Stelle des Bundesländerrankings. Zum Ranglistenersten Niederösterreich bedeutet das ein sattes Minus 4.600 Euro. In Tirol müssen die Arbeiter*innen und Angestellten also zwei Monate länger arbeiten damit sie das Jahreseinkommen ihrer niederösterreichischen Kolleg*innen erreichen. Selbst für das österreichische Durchschnittseinkommen sind drei Wochen Mehrarbeit notwendig.

Und die Frauen sind die „doppelt gelackmeierten“. Ihr hoher Anteil an Teilzeit- und Saisonarbeit wirkt sich auch gravierend auf ihre Einkommenssituation aus. Tirols berufstätige Frauen liegen mit 20.484 Euro brutto jährlich abgeschlagen auf dem letzten Platz in Österreich – neun Prozent unter dem österreichischen Durchschnitt. Und „die Corona-Krise“ straft sich nochmals. Denn ohne Richtungsänderung werden verstärkt Teilzeit- und prekäre Jobs gedrängt.

Wirklich alles richtig gemacht, Herr Platter, Frau Filipe, Herr Walser und, und, und…

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