Scheiden tut (nicht) weh!

Die Sozialpartnerschaft ist ein „instrumentalisiertes Bündnis“ zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressensvertretung. Sie ist nach den Oktoberstreiks 1950 entstanden, um Arbeitskonflikte und -kämpfe weitgehend in die Schubladen zu verbannen. Eine Erfolgsgeschichte, wenn man den sozialdemokratischen Gewerkschaftsführer*innen glaubt – jährlich präsentieren sie stolz die Streikdauer in Sekundhöhe. Oder zeigt das nur, dass die österreichische Arbeiter*innenbewegung durch die Sozialpartnerschaft … [weiterlesen]

Gewerkschaftliche Linke fordert Mietzinsobergrenzen für alle Mieten

Gestern bei der Gemeinderatssitzung in Innsbruck wurde eine zweite Wohnungsvergabeliste für den Mittelstand geschaffen. Für die Gewerkschaftliche Linke (GL) ein No-Go, da sich dadurch der Zugang an Gemeindewohnraum für in finanzieller und sozialer Schieflage Befindliche erheblich erschwert. „Soziale Solidarität verlangt eben Vorrang für die, die am dringendsten mit bezahlbarem Wohnraum versorgt werden müssen“, erklärt GL-Sprecher … [weiterlesen]

Europäische Linke: Frieden, Brot und Rosen

Vom 9. bis 11. Dezember fand der 7. Parteitag der Europäischen Linken (EL) in Wien statt. Von Josef Stingl Rund 300 Delegierte aus 25 europäischen, linken, kommunistischen und linksgrünen Parteien Europas und zahlreiche internationale Gäste waren am EL-Parteitag anwesend. Unter anderem der frühere britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn, die Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbunds, Esther Lynch und … [weiterlesen]

Heißer Herbst, kalter Winter?

Während die Kollektivvertragsverhandlungen in einigen Branchen bereits abgeschlossen sind, sind die Unternehmen in anderen auch nicht zu einem 2.000 Euro-Mindestlohn bereit. Die Zeichen stehen auf Streik. Am 7. September berichtet die Wiener Zeitung, dass ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian die Stoßrichtung für die Herbstlohnrunde vorgegeben hat und für heuer einen Mindestlohn von 2.000 Euro einfordert. Laut dem ÖGB-Chef … [weiterlesen]

Endet Wertschätzung bei Krankheit?

Pflegebeschäftigte, zu Beginn der Corona-Krise konnten sie sich über täglich beklatscht zu werden freuen. Jetzt, nach jahrelangem Herumgerede, bekommen sie eine, wenn auch bescheidene und unzureichende Pflegemilliarde, für ein besseres Einkommen, Ausbildung und Arbeitsbedingungen. Was allerdings bleibt: „Wenn das Pferd lahmt“, wird Pflegeassistent*in „geschlachtet“. Der Pflegeberuf ist kein einfacher Job: unregelmäßige Dienste, Stress, ungewohnt hohes … [weiterlesen]

Working Poor verlangt KV-Lohn- und gesetzliche Mindestlohnpolitik

Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind in Österreich armutsgefährdet. Das heißt, in einem der reichsten Länder der Welt klopft bei jeder/m Sechsten die Armut an der Tür. Dabei handelt es ich um kein „Arbeitslos-Schicksal“, somndern auch zahlreiche Arbeitseinkommen führen in Richtung Armutsfalle. Immerhin neun Prozent aller Beschäftigten finden mit ihrem Einkommen kein Auskommen. Fast die … [weiterlesen]